Viele klassische Reiniger tragen Duftstoffe, Weichmacher und flüchtige organische Verbindungen, die kurzfristig blenden, aber oft die Raumluft belasten und empfindliche Oberflächen auslaugen. Besonders geöltes Holz leidet unter starken Alkoholen und entfettet, reißt oder stumpft ab. Pflanzliche Alternativen gehen behutsamer vor, lösen Schmutz schichtweise und respektieren die Struktur. Das Ergebnis ist weniger spektakulär auf den ersten Blick, aber deutlich langlebiger, gesünder und finanziell klug, weil Materialien langsamer altern und seltener restauriert werden müssen.
Massivholz atmet, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab; geölte Flächen brauchen Nachschub an pflegenden Ölen, während gewachste Oberflächen sanfte Nachpolitur bevorzugen. Lackierte Möbel profitieren eher von milden, pH-neutralen Reinigern. Wer die Faser versteht, vermeidet Quellschäden, Wasserflecken und matte Stellen. Pflanzliche Rezepturen lassen sich gezielt anpassen: mehr Öl für durstige Maserungen, mehr wachsige Komponenten für Schutz gegen Kratzer, mehr wässrige Phase für staubige, leicht verschmutzte Bereiche. So entsteht Pflege, die wirklich passt.
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